Kind lernt

Wo lernen Kinder am besten?

Sehr viele Ratgeber beschäftigen sich damit, wie Kinder am besten lernen. Eine weitere sehr wichtige Frage, die sich jedoch in diesem Zusammenhang stellt, stellt die Frage danach dar, wo Kinder am besten lernen.

Das Wort „Wo“ umfasst dabei unter anderem den Ort selbst, als auch den Arbeitsplatz. Nicht nur für Erwachsene spielt ein ruhiger und angemessen gestalteter und ausgestatteter Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Auch Kinder brauchen bestimmte Rahmenbedingungen um gut lernen zu können.

Denn ohne den richtigen Ort, an dem Kinder lernen und ihre Hausaufgaben machen können, haben die Tipps und Tricks, die sich auf das „Wie“ beziehen, keinen Bestand. Erst im Zusammenspiel mit dem richtigen Lernort können Kinder entspannt und vor allem erfolgreich lernen und ihre Hausaufgaben machen.

Aus diesem Grund beschäftigt sich dieser Artikel damit, wo Kinder am besten lernen und wie Sie den Lernort gemeinsam mit Ihrem Kind aussuchen und gestalten können.

Warum der richtige Lernort eine so wichtige Rolle spielt

Einige Menschen behaupten von sich, an jedem Ort lernen und arbeiten zu können. Ganz unabhängig von Hintergrundgeräuschen oder örtlichen Gegebenheiten geben sie an, sich überall gleichwertig konzentrieren zu können.

Selbst, wenn sich Kinder augenscheinlich selbst mit Musik besser konzentrieren können, heißt das nicht, dass sie auch produktiver lernen. Unabhängig von der Musik und von anderen Hintergrundgeräuschen, die sich immer auf ein Minimum beschränken sollten, spielt die Beschaffenheit des Lernortes eine durchaus wichtige Rolle.

Nicht selten leiden Kinder bereits in jungen Jahren unter Muskelverspannungen. Diese basieren zum einen auf den viel zu schweren Rücksäcken, die Kinder bereits in der ersten Klasse mit sich herumtragen müssen. Auf der anderen Seite bestimmt aber auch die Beschaffenheit des Lernortes die Muskelverspannungen.

Selbst, wenn sich Kinder im Moment des Lernens gut konzentrieren können, sorgen Muskelverspannungen früher oder später dafür, dass die Konzentrationsfähigkeit an Qualität einbüßt. Wer unter Schmerzen leidet, konzentriert sich allgemein schlechter und erbringt somit eine nicht so gute Leistung, wie das ohne Schmerzen der Fall wäre.

Deshalb spielt der richtige Lernort nicht nur in dem Bezug auf die Leistung eine fundamentale Rolle. Auch die körperliche Gesundheit spielt ein wichtiges Kriterium, um den Lernort des Kindes nochmal zu überdenken und zu überarbeiten, bzw. anzupassen.

Der richtige Ort

Tisch mit Lernutensilien

Während natürlich der Zeitpunkt eine wichtige Rolle bezüglich des Lernens spielt, kommt der Ort, an dem das Kind lernt und Hausaufgaben macht, oft zu kurz. Allerdings spielt es für die Leistung, aber auch für das Wohlbefinden des Kindes eine wichtige Rolle, dass es einen festen und vor allem ruhigen Ort für das Lernen und das Erledigen der Hausaufgaben hat.

Diesen Ort stellt nicht der Küchentisch oder der Tisch im Wohnzimmer vor der Couch dar. Vielmehr braucht ein Kind einen ruhigen und beständigen Ort. Es braucht einen Ort, der speziell auf das Lernen und das Erledigen von Hausaufhaben ausgerichtet ist.

Am besten eignet sich für diese Zwecke eine Ecke im Kinderzimmer. Sofern es der Platz zulässt suchen Sie sich aus diesem Grund am besten eine Ecke aus, die Sie anschließend so gestalten, dass sich das Kind ohne Probleme konzentrieren und seinen Aufgaben widmen kann.

Natürlich heißt das nicht, dass der Ort magische Kräfte erhält und das Kind magisch an sich anzieht. Es kommt durchaus weiterhin vor, dass ein Kind keine Lust auf Hausaufgaben hat, selbst wenn der Ort die besten Rahmenbedingungen aufweist.

Doch mit dem richtigen Ort und der entsprechenden Ausstattung schaffen Sie die besten Voraussetzungen, um Ihr Kind in seiner Konzentration und seiner Leistung zu unterstützen.

Viele Psychologen und Experten beschäftigen sich mit der Wahl des richtigen Arbeitsplatzes. Natürlich haben die Anregungen der Experten durchaus ihre Berechtigung. Allerdings liegt es in Ihrer Hand eine gute Balance zwischen den Ratschlägen der Experten und den Bedürfnissen des Kindes zu finden. Einige Kinder wollen nicht alleine in ihrem Zimmer sitzen und sehen das Lernen in Isolation als Bestrafung an. In diesem Fall bietet es sich vielleicht an, eine ruhige Ecke im Wohnzimmer einzurichten und den Fernseher während des Lernens auszulassen.

Kompromisse sind erlaubt

Ihr Kind muss sich während des Lernens wohlfühlen. Reden Sie aus diesem Grund mit Ihrem Kind und finden unter Umständen Kompromisse. Fragen Sie das Kind nach seinen Wünschen und überlegen, wie Sie die Wünsche mit den Anregungen der Experten am besten vereinen können.

Aspekte, die der Lernort eines Kindes aber auf jeden Fall erfüllen sollte, stellen die Folgenden dar:

  • Helle Umgebung
  • Freundliche Atmosphäre
  • Fenster sind ideal

Wenn Sie diese Aspekte im Hinterkopf behalten und sich in Ihren eigenen vier Wänden auf die Suche nach dem besten Lernort für das Kind machen, werden Sie garantiert eine gute Lösung finden.

Die richtige Ausstattung des Ortes

Haben Sie erst einmal den Ort des Geschehens gefunden, haben Sie den ersten Schritt gemacht. Wie heißt es doch so schön? – “Wer A sagt, muss auch B sagen!” Aus diesem Grund folgt auf die Wahl des richtigen Ortes die Ausstattung. Die Ausstattung des Lernortes umfasst dabei viele unterschiedliche Bestandteile. Unter anderem spielen so die folgenden Aspekte und Kriterien eine fundamentale Rolle:

  1. Schreibtisch
  2. Schreibtischstuhl

Die folgenden Abschnitte gehen etwas genauer auf die einzelnen Bestandteile des Lernortes ein und helfen Ihnen somit dabei, die passenden Rahmenbedingungen für erfolgreiche Lernsessions zu schaffen.

Der Schreibtisch

Bezüglich des Schreibtisches spielen zwei fundamentale Aspekte eine wichtige Rolle:

Die HöheDie Größe
Die Höhe des Schreibtisches muss es ermöglichen, dass das Kind die Arme im rechten Winkel knickt.Alle Arbeitsmaterialien müssen Platz auf dem Schreibtisch finden. Behalten Sie dabei auch immer im Hinterkopf, dass Kinder früher oder später Computer zum Lernen nutzen.

Experten raten bezüglich der Mindesttiefe des idealen Schreibtisches, sich an der Richtlinie „zwischen 80 und 90 cm“ zu orientieren.

Der Schreibtischstuhl

Rosa Stuhl

Wie schon gesagt, spielt es nicht nur eine Rolle wo das Kind sitzt. Eine ebenso wichtige Rolle spielt die Frage danach, wie das Kind sitzt. Am besten sitzen Kinder, wenn sie sich auf einen ergonomischen Scheibtischstuhl in der richtigen Größe setzen können.

Bestimmt kennen Sie es auch von sich – wenn Sie zu lange auf einem Stuhl sitzen, auf dem Sie sich nicht wirklich wohlfühlen, machen sich früher oder später Muskelverspannungen breit. Schieben Sie diese Muskelverspannungen nicht auf das Alter. Sehen Sie den wahren Grund und gestehen sich ein, dass ein hochwertiger Schreibtischstuhl die Lösung des Problems darstellt.

Schreibtischstühle stehen Ihnen dabei von vielen unterschiedlichen Herstellern in verschiedenen Designs zur Verfügung. Unter der großen Auswahl finden Sie so garantiert den Stuhl, der Ihrem Kind eine angenehme Sitzposition erlaubt und es zudem in der Optik überzeugt.

Die ideale Sitzposition

Ein idealer und ergonomischer Schreibtischstuhl erfüllt seine Funktion nur unter dem Umstand, dass Ihr Kind ihn richtig nutzt. Das Stichwort in diesem Zusammenhang lautet „Einstellung“. Nur, wenn Sie den Schreibtischstuhl des Kindes richtig einstellen, genießt es einen angenehmen Aufenthalt ohne anschließende Muskelverspannungen.

Dass der Schreibtischstuhl die ideale Einstellung aufweist, erkennen Sie unter anderem an den folgenden Aspekten:

  1. Füße stehen gerade auf dem Boden
  2. Beine bilden einen rechten Winkel

Ein guter Lernort ist teuer?

Glas mit Münzen

Was viele Eltern davon abhält, sich genauer mit der richtigen Gestaltung des Lernortes auseinanderzusetzen, ist der Preis. Natürlich haben gute Schreibtische und Schreibtischstühle durchaus ihren Preis. Allerdings spielt dabei auch die Frage eine wichtige Rolle, welchen Preis das Kind zahlt, wenn Sie diese Investition nicht machen.

Sehen Sie sich all die positiven Aspekte der idealen Rahmenbedingungen an, erschließen Sie sich auch die negativen Folgen eines nicht idealen Arbeitsplatzes.

Damit Ihr Kind die negativen Folgen eines nicht idealen Lernortes nicht zahlen muss, können Sie unter anderem folgende Tipps und Tricks beachten:

  • Kaufen Sie sich Möbel gekauft. Achten Sie dabei jedoch immer auf die Qualität und die Unversehrtheit.
  • Entscheiden Sie sich für Schreibtische und Schreibtischstühle, die mit Ihrem Kind mitwachsen. Durch das rasante Wachstum von Kindern denken Eltern oft, alle paar Monat neue Möbel kaufen zu müssen. Mit dem Kauf mitwachsender Möbel lösen Sie dieses Problem jedoch elegant und unkompliziert.

So machen Sie dem Kind den Lernort schmackhaft

Natürlich gestaltet sich die Lernfreude bei Kindern jeweils unterschiedlich. Nicht alle Kinder empfinden Freude am Lernen. Andere Kinder setzen sich gerne an ihren Schreibtisch und machen ihre Hausaufgaben oder lernen für eine Arbeit in der Schule.

Um dem Kind den künftigen Lernort schmackhafter zu machen, können Sie auf einige Tipps und Tricks zurückgreifen. Der wohl wichtigste Tipp besteht darin, die Möbel gemeinsam mit Ihrem Kind zu kaufen.

Darf Ihr Kind mitbestimmen, welche Möbel in sein Zimmer kommen und in zukunft den Arbeitsplatz gestalten, fühlt es sich direkt wohler. Es macht ihm somit deutlich mehr Spaß sich auf den Stuhl an den Schreibtisch zu setzen, um zu lernen oder, um die Hausaufgaben zu machen.

Die Organisation des Lernmaterials und der Lernutensilien

Neben den passenden Möbeln für den Lernort, spielen auch die Utensilien und ihre Organisation auf und um den Lernort herum eine wichtige Rolle.

An und für sich sollten Sie es dem Kind überlassen, wie es seinen Schreibtisch organisiert. Behalten Sie dabei jedoch immer die folgenden Anregungen im Hinterkopf:

  • Das Kind sollte die Lernmaterialien immer griffbereit haben, um nicht ständig aufstehen zu müssen.
  • Der Schreibtisch sollte nicht zu voll sein, sodass sich das Kind gut ausbreiten kann.

Bezüglich der Lernmaterialien spielt jedoch nicht nur die Organisation, sondern auch die Optik eine wichtige Rolle. Kinder mögen es in der Regel bunt, weshalb Sie am besten auf bunte Utensilien zurückgreifen. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Post-Ist
  • Textmarker
  • Hefter
  • etc.

Das Auge isst nun einmal nicht nur mit, sondern es lernt auch mit…

Ein paar weitere wertvolle Tipps für den Lernort

Sie wissen nun, worauf es bei der Gestaltung des Lernortes ankommt. Doch mit ein paar abschließenden Tipps und Tricks machen Sie den Lernort rundum angenehm für Ihr Kind und fördern es somit in seiner Lernlust und auch in seiner Konzentration, sowie in seinen Fortschritten.

Sitzsack für Pausen

Wie wichtig Pausen für einen guten Lernerfolg sind, können Sie in unterschiedlichen Ratgebern und Artikeln nachlesen. Doch auch der Ort der Pause spielt, genau wie bei dem Ort des Lernens, eine fundamentale Rolle. Vielleicht mag das Kind seine Pause ja in einem Sitzsack verbringen? Dieser bringt nicht nur den Vorteil mit sich, einen optisch gelungenen Akzent im Zimmer zu setzen.

Denn eine weitere äußerst positive Eigenschaft eines Sitzsacks besteht darin, dass er sich dem Körper anpasst. Damit stellt er ein ergonomisches und muskelfreundliches Utensil für Pausen dar.

Das Licht

Fenster

Licht am Lernort macht nicht nur wach, sondern es hat auch die Macht, die Stimmung zu heben. So fällt es einem Kind sehr viel leichter konzentriert zu arbeiten, wenn es sich in einer hellen Umgebung befindet.

Wie schon weiter oben erwähnt, steht ein Schreibtisch am besten in der Nähe eines Fensters. Alternative sorgen Sie bezüglich der Lichtquelle dafür, dass das Licht:

  • bei Linkshändern von links
  • bei Rechtshändern von rechts

kommt.

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