Mädchen sitzt im Freien

Pubertät Mädchen 7 wertvolle Tipps für Eltern

Viele Eltern fürchten sich davor und sagen bereits im Kleinkindalter ihrer Kinder eine sehr anstrengende Zeit voraus. Sie versuchen sich vorzustellen, wie es sein muss, wenn das eigene Kind in die Pubertät kommt. Und auf einmal – schneller als ihnen lieb ist – ist sie da: die Pubertät. In dieser sehr unsicheren Zeit, in der es nur eine Millisekunde braucht, um von dem Status „Zu Himmel hoch jauchzend“ zu dem Zustand „Zu Tode betrübt“ zu kommen, suchen viele während der Pubertät ihrer Mädchen 7 wertvolle Tipps für Eltern.

Warum die Pubertät so herausfordernd ist

Die Pubertät stellt nicht nur die betroffenen Mädchen selbst, sondern auch die Eltern auf eine harte Probe. Denn nicht nur im Leben der Mädchen, sondern auch im Leben der Eltern verändert sich sehr viel. Auf einmal wird aus dem kleinen Mädchen eine junge Frau, die immer größer wird und sich nicht nur mental, sondern auch körperlich verändert.

Denn, während der Pubertät:

  • entwickeln die Mädchen andere Interessen und haben oft weniger Interesse an dem Familienleben.
  • testen Mädchen Grenzen aus.
  • suchen Mädchen nach ihrer Identität.
  • lösen auf einmal die Freunde die Eltern als wichtigste Bezugspersonen ab.
  • gewinnt das Aussehen immer mehr an Bedeutung.
  • werden die Eltern oder auch andere bislang als normal angesehene Dinge auf einmal peinlich.

Diese vielen Veränderungen stellen nicht nur die Mädchen vor eine große Herausforderung, sondern lassen auch in den Eltern die Frage aufkommen, wie sie am besten mit dieser neuen Situation umgehen. Genau aus diesem Grund erfahren Sie in den folgenden Abschnitten nicht nur, was mit dem Körper der Mädchen während der Pubertät passiert, sondern Sie bekommen auch -7 wertvolle Tipps für Eltern, die Ihnen während der Pubertät von Mädchen helfen können.

Wann kommen Mädchen in die Pubertät?

Mädchen schaut in die Kamera

Eine interessante Frage, die sich viele Eltern stellen, um sich rechtzeitig genug auf die neue Phase im Leben ihrer Tochter vorbereiten zu können, stellt die Frage danach dar, wann Mädchen in die Pubertät kommen.

Im Grunde genommen fängt die Pubertät bei Mädchen mit circa 10 Jahren an. Einige Mädchen kommen bereits etwas früher in die Pubertät, andere Mädchen etwas später.

Und, ganz nach dem Motto „Was lange währt wird endlich gut“, dauert sie in der Regel bis zum 18. Lebensjahr an. Innerhalb dieses Zeitraums durchlaufen Mädchen sehr wichtige und fundamentale Entwicklungsphasen, die schließlich dazu führen, dass sie zu jungen, erwachsenen Frauen heranwachsen. Jungs hingegen kommen circa zwei Jahre später in die Pubertät.

Was passiert mit dem Körper der Mädchen in der Pubertät?

Dass für Eltern die 7 folgenden wertvollen Tipps bezüglich der Pubertät ihrer Mädchen eine so wichtige Rolle spielen und ihnen dabei helfen in den „Überlebensmodus“ zu kommen, liegt unter anderem an den vielen Veränderungen, die Mädchen bezüglich ihres Körpers in der Pubertät durchlaufen.

„Schuld“ an diesen Veränderungen tragen vor allem die beiden Hormone Östrogen und Gestagen. Die Eierstöcke produzieren diese Hormone und sind somit unter anderem schuld daran, dass sich der Körper der Kinder verändert. Sie tragen unter anderem du den folgenden Veränderungen bei:

  • Teilweise schmerzhafte Wachstumsschübe (Schmerzen vor allem im Bereich des Schienbeins). Die Mädchen bekommen weibliche Rundungen und die Brust beginnt zu wachsen.
  • Die Körperbehaarung macht sich breit.
  • Die Vagina wächst, während sich auch die Gebärmutter in ihrer Form ändert.
  • Mädchen haben in der Regel ihre erste Blutung. Je nach Mädchen, haben sie ihre erste Regel zwischen 11 und 14 Jahren. Wie viele Frauen von sich selbst wissen, gehen diese Blutungen oft mit Stimmungsschwankungen und recht nervigen Schmerzen einher.
  • Die neuronalen Verbindungen im Gehirn ändern sich. Das Kind kann nun besser abstrakt denken.
  • Ein veränderter Schlafrhythmus, der unter anderem dazu führen kann, dass das Kind abends spät ins Bett geht und morgens kaum wach zu bekommen ist. In diesem Zusammenhang sollten Sie jedoch auf jeden Fall im Hinterkopf behandeln, dass Schlaf für die Teenager fundamental ist. Achten Sie aus diesem Grund darauf, dass das Mädchen ausreichend Schlaf bekommt.

Doch nicht nur der Körper der Mädchen verändert sich. Auch Jungen durchlaufen diese Veränderungen durch und kommen somit ebenfalls in die Pubertät. Auch in diesem Fall freuen sich Eltern über wertvolle Tipps und Tricks, um diese Zeit so gut wie möglich und entspannt wie möglich überstehen zu können.

So viel Schlaf braucht Ihr Kind

Neben den folgenden 7 wertvollen Tipps für Eltern von Mädchen, die sich in der Pubertät befinden, sollten Sie immer darauf achten, dass Ihr Kind genug schläft. In der Tat brauchen Mädchen während der Pubertät noch mehr Schlaf:

AlterSchlafbedarf
Zwischen 10 und 14 JahrenZwischen 9 und 10 Stunden
Zwischen 15 und 17 JahrenZwischen 8 und 9 Stunden oder auch mehr

Was passiert mit den Gefühlen in der Pubertät?

Wie schon gesagt, durchläuft nicht nur der Körper von Mädchen Veränderungen während der Pubertät. Auch die Gefühle scheinen verrückt zu spielen. Die Psyche verändert sich, was, wie bei den körperlichen Veränderungen, auf die Hormone zurückzuführen ist.

Unter anderem durchlaufen weibliche Teenager während der Pubertät die folgenden Veränderungen in dem Bezug auf ihre Gefühle und ihre Psyche:

  • Beziehungen verändern sich aufgrund der Tatsache, dass sich die Mädchen auf einmal mit Wertsystemen auseinandersetzen. Sie stellen Anforderungen an ihre Freunde, was auch dazu führt, dass viele Freundschaften in dieser Zeit enden und sich neue Beziehungen knüpfen. Zudem grenzen sich Mädchen immer mehr von der Familie ab und wollen eigenständiger sein.
  • Auf der einen Seite sind Mädchen die Eltern oft peinlich, auf der anderen Seite suchen sie jedoch unterbewusst Halt bei ihnen. Das verwirrt sie oft sehr und führt zu Frust.
  • In der Pubertät spielt die Reflexion eine fundamentale Rolle. Mädchen reflektieren nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen in ihrem Umfeld. Viele Mädchen haben in diesem Zusammenhang aber auch damit zu kämpfen, dass sie sich ständig bewertet und verurteilt führen. Das wiederum führt zu einem sehr großen Druck und Stress, der sich wiederum auf das Gemüt und auf das Verhalten auswirkt.

Wie Sie sehen, durchlaufen Mädchen während der Pubertät sehr viele Veränderungen. Umso wichtiger ist es also, dass Sie sich an den folgenden 7 wertvollen Tipps für Eltern während der Pubertät der Mädchen orientieren. Mit ihnen erleichtern Sie nicht nur sich selbst, sondern vor allem dem pubertierenden Kind diese Zeit der großen Veränderungen.

Werden Mädchen wirklich zu Zicken?

Mensch mit Sonnenbrille schaut in die Kamera

Sie kennen es bestimmt – das Klischee, dass Mädchen in der Pubertät zu Zicken mutieren und somit unausstehlich werden. Doch, im Grunde genommen, handelt es sich hierbei nicht um die Wahrheit.

Es mag vielen Menschen so vorkommen, dass Mädchen zu Zicken mutieren, während Jungs sehr viel ruhiger und angenehmer sind, weil die Gesellschaft bestimmte Anforderungen an die beiden Geschlechter hat.

Leider dominieren weiterhin bestimmte geschlechtstypische Klischees die Erziehung von Kindern, sodass Mädchen öfter dazu motiviert werden, ihren Gefühlen freien Lauf zu zeigen. Jungs hingegen werden dazu animiert, ihre Gefühle zu unterdrücken.

Sicher kennen Sie die Sprüche:

  • Heul nicht, wie ein Mädchen
  • Indianer kennen keinen Schmerz

Während Sie auf den ersten Blick nur harmlose Sprüche zu sein scheinen, implizieren sie, dass Jungs ihre Gefühle nicht zeigen dürfen und sie somit unterdrücken müssen. Aus diesem Grund fällt es Mädchen, die ihre Gefühle in der Kindheit ausleben durften, leichter, diese in der Pubertät zu zeigen. Jungs, die ihre Gefühle immer unterdrücken mussten, haben damit Probleme, weshalb sie sie auch weiterhin unterdrücken.

Umso wichtiger ist es, dass sich Eltern bereits im Kleinkindalter ihrer Kinder damit beschäftigen, wie sie mit den Gefühlen der Kinder umgehen und wie sie eine sichere Bindung zu ihrem Kind aufbauen.

Wie gehen Eltern mit ihren Mädchen in der Pubertät um? – 7 wertvolle Tipps für Eltern

Zwei Menschen sitzen gemeinsam auf einer Treppe mit einem Getränk in der Hand

Es stellt keine Seltenheit dar, dass Eltern eine Art Déjà-Vu erleben, wenn die eigene Tochter in die Pubertät kommt. Vielleicht haben Sie auch schon einmal etwas von der Wackelzahnpubertät gehört. Dieser Begriff impliziert bereits, dass Mädchen schon vor der eigentlichen Pubertät einige Veränderungen durchmachen und somit nicht selten unter Stimmungsschwankungen und Wutanfällen leiden. Zwar mag sich Ihre 13-jährige Tochter nicht mehr fäusteschlagend auf den Boden des Supermarktes werfen und theatralisch mit den Fäusten auf den Untergrund hauen.

Sie mag auch nicht wie am Spieß schreien, weil der Lieblingsjoghurt ausverkauft ist – doch an und für sich ähneln die Stimmungsschwankungen der pubertierenden Mädchen der Trotzphase und den Wutanfällen von Kleinkindern.

Aus diesem Grund brauchen Mädchen im Grunde genommen dasselbe, wie Kinder in der Trotzphase. Sie brauchen Eltern, die ihnen mit

  • Selbstbewusstsein
  • Liebe
  • Geduld
  • Verständnis
  • Fairness

begegnen und ihnen somit durch diese schwere Zeit helfen.

Die folgenden 7 wertvollen Tipps für Eltern von Mädchen in der Pubertät helfen ihnen dabei, stets ruhig zu bleiben und sich nicht gegenseitig hochzuschaukeln. Führen Sie sich immer wieder vor Augen, dass Sie Ihre Tochter nicht ärgern möchte. Das wollte es als Kleinkind mit den Wutanfällen nicht und das will es auch jetzt nicht. Das Mädchen durchläuft zahlreiche Veränderungen auf einmal über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg. Rufen Sie sich immer wieder vor Augen, dass es sich um eine Phase handelt, die auch wieder enden wird.

Bleiben Sie im Gespräch

Gesprächsblase, die leuchtet

Stellen Sie dabei weniger Fragen, sondern erzählen Sie mehr von sich selbst. Berichten Sie von ihren Erfahrungen aus Ihrer Pubertät. Laden Sie Ihr Kind dazu ein, sich über seine Gefühle und Gedanken zu unterhalten.

Fragen Sie das Mädchen nach ihrer Meinung in ihren Ansichten bezüglich des Lebens und Geschehnisse in der Welt.

Schenken Sie Vertrauen

Schrift "Trust"

Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Kind das macht, was richtig ist. Natürlich machen Teenager in der Pubertät dumme Sachen. Das haben Sie gemacht, das haben Ihre eigenen Eltern gemacht und das werden auch Ihre Kinder tun. Ihre Kinder können nicht von Ihren Erfahrungen, sondern nur von ihren eigenen Erfahrungen lernen.

Lassen Sie zu, dass sie diese Erfahrungen machen und vertrauen in diesem Zusammenhang auf sich, Ihre Erziehung und Ihr Kind, dass es ein gutes Urteilsvermögen hat und sich nicht in große Schwierigkeiten begibt. Verzichten Sie unbedingt darauf, Ihr Kind zu bevormunden.

Zeigen Sie Verständnis und beziehen Sie sich nicht nur auf Ergebnisse

Schrift "Understanding"

In der Zeit der Veränderungen kommt es nicht selten vor, dass Mädchen in der Schule etwas nachlassen. Sie haben so viel mit ihren neuen Veränderungen zu tun, dass sie sich möglicherweise nicht voll und ganz auf die Schule konzentrieren können.

Erkennen Sie das Bemühen des Mädchens an und legen den Fokus nicht auf das Ergebnis. Haben Sie Verständnis! In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass Sie Ihren Teenager bewusst loben. Ein Lob wirkt wie ein Booster für das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen – zwei Aspekte, die vor allem während der Pubertät äußerst wertvoll für Ihr Kind sind.

Geben Sie klare Regeln

Gerechtigkeitsstatue

So wichtig Verständnis und Vertrauen auch sein mögen – Kinder und Teenager brauchen klare Regeln, an welchen sie sich orientieren und festhalten können. Wenn Sie so wollen, dienen Regeln dazu, die Teenager vor sich selbst zu schützen.

Sprechen Sie mit dem Teenager über die Regeln, erklären Sie sie und stellen somit sicher, dass das Mädchen nicht das Gefühl bekommt, dass Sie einfach Ihre Macht ausüben, weil Sie älter sind. Es ist wichtig, dass das Kind die Regeln nachvollziehen und verstehen kann.

Streiten Sie mit einer Streitkultur

Bezüglich des Umgangs mit einem Teenager geht es nicht darum, Auseinandersetzungen und Streit zu meiden. Vielmehr geht es darum, mit einer Streitkultur zu streiten. Mädchen in der Pubertät brauchen Streit und Auseinandersetzungen, um sich in dem Bezug auf ihre persönliche Reife entwickeln zu können. Bringen Sie Ihrem Kind bei, sich richtig zu streiten, indem Sie sich bei Streitfragen mit einer entsprechenden Streitkultur mit ihm auseinandersetzen. Verzichten Sie auf:

  • Sätze, wie „Habe ich dir doch gesagt“, „Das habe ich gewusst, dass das so ausgeht“.
  • Aggression
  • Ausdrücke

Natürlich gilt das auch für Ihr Kind. Zeigen Sie stattdessen Präsenz, hören Sie zu und gehen auch auf die Argumente und Gefühle des Teenagers ein. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, dass Sie die Situation vorher einschätzen, um feststellen zu können, ob Sie oder, ob Ihr Teenager gerade zu aufgebracht ist, um zu diskutieren. In diesem Fall sollten Sie sich erst Zeit nehmen, um etwas abzukühlen, um später mit klarem Kopf über bestimmte Dinge sprechen und diskutieren zu können.

Gestehen Sie Ihre Fehler zu

"Learn from failure"

Erinnern Sie sich immer an Ihre eigene Pubertät zurück. Auch Sie haben Fehler gemacht, Grenzen ausgetestet und sich manchmal etwas daneben verhalten. Gestehen Sie sich und auch Ihrem Kind diese „Fehler“ zu und nutzen Sie, um Ihrem Teenager mit etwas mehr Verständnis zu begegnen.

Gestehen Sie immer zu, wenn Sie Fehler machen und seien Ihrem Teenager somit ein wichtiges Vorbild. Wenn es bei Ihnen sieht, dass es vollkommen ok und wichtig ist, Fehler zuzugestehen, fällt es ihm später leichter, seine Fehler zuzugestehen. Bestrafungen sind hier vollkommen fehl am Platz. Rufen Sie sich auch immer wieder vor Augen, dass Teenager nicht aus Selbstsucht oder aus Böswilligkeit Fehler machen, sondern dass Sie einfach noch nicht die Erfahrung haben, die Sie von bestimmten Fehlern abhalten.

Schenken Sie Geduld, Liebe und Nähe

Drei Aspekte, die in der Erziehung immer an der ersten Stelle stehen sollten – egal, wie alt die Kinder sind, stellen die Aspekte Geduld, Liebe und Nähe dar.

Die Macht dieser drei Aspekte besitzt die Kraft:

  • Stress
  • Einsamkeit
  • Angst

zu lindern. Eine Umarmung sorgt dafür, dass der Körper Glückshormone ausschüttet und somit das Stresshormon Cortisol senkt. Drängen Sie sich auf keinen Fall auf, seien aber stets dazu bereit, Ihr Kind in den Arm zu nehmen und ihm immer Liebe zu schenken, sowie ihm mit Geduld zu begegnen.

Seien Sie für Ihr Kind da, zeigen Sie ihm, dass seine Gefühle berechtigt und vollkommen ok sind, sprechen Sie, seien Sie geduldig und stets voller Liebe und Verständnis. Gemeinsam mit den genannten 7 wertvollen Tipps für Eltern von Mädchen, die sich in der Pubertät befinden, können Sie und auch der Teenager diese Zeit überstehen und später mit einem Lächeln auf dem Gesicht über diese aufregende und spannende Phase sprechen. Behalten Sie auch immer im Hinterkopf, dass jeder Mensch anders ist und jedes Mädchen somit anders mit den Veränderungen während der Pubertät umgeht.

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